2017 saß ich selbst auf dem Stuhl, auf dem Sie bald sitzen könnten.
Ich steckte in einem beruflichen Konflikt, den ich allein nicht mehr gelöst
bekam. Ich habe es auf meine Art versucht: durchgehalten, mit Kollegen
gesprochen, weitergemacht. Es wurde nicht besser. Es wurde nur stiller.
Also habe ich mir einen Supervisor gesucht — mit genau dem mulmigen Gefühl,
das Sie vielleicht gerade haben. Nach der ersten Sitzung war der Konflikt nicht
gelöst. Aber er lag zum ersten Mal vollständig auf dem Tisch.
Und ein Thema auf dem Tisch ist ein anderes Thema als eines, das man mit sich
herumträgt.
Das hat mich nicht mehr losgelassen. Ich nehme bis heute selbst Supervision —
und gebe seit der Weiterbildung weiter, was mir damals geholfen hat.
An Menschen, deren Alltag ich nicht aus Lehrbüchern kenne, sondern aus
meinem eigenen Kalender.